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Deloitte Digital: Spannende Jobs mit Wachstumspotential

Auf der Jagd nach Wirtschaftsverbrechern oder die digitale Zukunft mitgestalten – beides geht bei Deloitte!
 

Auf der Jagd nach Wirtschaftsverbrechern

 

Mag. Mike Arshinskiy, MSc, FRM (28)
National Leader Analytic & Forensic Technology, Senior Manager Forensic bei Deloitte Österreich
Studium: International Marketing and Management und Finance
Bei Deloitte seit 2008

Noch während seines Studiums absolvierte Mike Arshinskiy ein sechsmonatiges Praktikum bei Deloitte Österreich. Nach einem gemeinsamen Projekt mit der Forensic Abteilung wurde diese auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn unmittelbar nach seinem Abschluss. Hier ist er nun seit fast zehn Jahren den Wirtschaftsverbrechern auf der Spur.

 

›Forensic‹ klingt nach CSI-Ermittlungen. Was ist Ihre Aufgabe bei Deloitte?

In erster Linie decken wir im Auftrag von großen Unternehmen Wirtschaftskriminalität auf. Das kann zum Beispiel eine Ermittlung gegen einen Zulieferer sein, der seine Waren nicht geliefert hat, oder gegen aktive oder ehemalige Mitarbeiter, die geistiges Eigentum oder wichtige interne Daten gestohlen haben.

Sie sind der Leiter des Analytic & Forensic-Teams. Wie schaut die Zusammenarbeit mit dem Investigation-Team aus?

Zuerst sammelt mein Forensic-Team Daten, wie E-Mails, Dokumente und Backups, und analysiert diese. Wann hat sich wer ins System eingeloggt, welche Anwendung hat er dabei verwendet, und hat er versucht, seine Spuren zu verwischen? E-Mails werden von uns indexiert und so für das Investigation-Team aufbereitet. Unsere Kollegen ziehen dann Schlüsse und beantworten die wirtschaftlichen Fragen: Hat ein Mitarbeiter geheime Deals abgeschlossen? Gab es illegale Vereinbarungen oder Absprachen mit Konkurrenten? Danach erstellen wir einen Report mit allen relevanten Ergebnissen, der dann an das Gericht übergeben wird.

Was sind typische Sicherheitslücken in großen Unternehmen?

Die Frage: »Wie ist der Angreifer ins System gekommen?«, stellt sich nur bei externen Angriffen. Und die sind sehr selten. In den meisten Fällen handelt es sich um unzufriedene, ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter, die Daten mitgehen lassen.

Das heißt, die meisten Firmen kommen erst dann auf Sie zu, wenn es bereits zu spät ist?

Ganz genau. Wir sind eigentlich immer die Feuerwehr. Wir kommen in 90 Prozent der Fälle, wenn der Hut brennt. Unsere Aufgabe ist es dann, Ruhe zu bewahren und den Schaden in Grenzen zu halten.

Was war ein besonders faszinierender Fall?

Ein Typ hatte einen sehr teuren Lebensstil mit drei Freundinnen in drei verschiedenen Städten, Luxus-Reisen und Partys. Bevor er seinen Job wechselte, verkaufte er geistiges Eigentum seines österreichischen Arbeitgebers nach China. Wir waren ihm auf der Spur und konnten nachverfolgen, was er getan hatte. Alles, was er im Source Code verändert hatte, war eine einzige Zeile. Das hat die Firma Millionen gekostet.

Welche Soft-Skills braucht man für den Job?

Das Wichtigste ist die Leidenschaft für Technologie, eine gute Ausdauer und ein gewisser Jagdinstinkt. Wir haben oft Millionen von Daten, es dauert häufig sehr lange, bis diese gesammelt, gesichtet und analysiert worden sind. Darum ist es umso befriedigender, wenn der Fall gelöst wurde. Außerdem solltest du sehr stressresistent sein. Du brauchst Informationen von Personen, deren Zukunft in Gefahr ist. Wenn du in einer Befragung nicht feinfühlig agierst, verraten sie dir nicht alles oder werden aggressiv.

Und welche Studienabschlüsse sind besonders gefragt?

Sinn macht in jedem Fall ein Studium mit Technologiebezug wie Wirtschaftsinformatik. Für den Investigation-Bereich sind Wirtschaftsabsolventen mit einer Spezialisierung in Accounting gefragt. Auch gut ist ein Basiswissen in Jus.

 

Auf dem Weg in die digitale Zukunft

 

DI Dr. Beate Edl (33)
Senior Technology Consultant bei Deloitte Österreich, Studium: Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau, Bei Deloitte seit: September 2015

Nach ihrer Promotion an der TU Wien unterstützte Beate Edl das Team von Prof. Franke am Institut für Entrepreneurship & Innovation an der WU Wien. Ihre Erfahrung in den Bereichen der Medizintechnik und dem Technologietransfer helfen ihr heute, große Unternehmen in die digitale Zukunft zu führen.

 

Inwieweit hat die Digitalisierung die Consulting-Branche verändert?

Durch die Digitalisierung ändern sich in erster Linie die Themen und Fragestellungen unserer Kunden. Um diesen neuen Bedürfnissen gerecht zu werden, müssen wir unser Angebotsportfolio ständig weiterentwickeln und verändern. Dabei werden Kooperationen mit Start-ups oder Technologie-Konzernen immer wichtiger. Deloitte Deutschland ist beispielsweise „Certified Marketing Partner“ von „DoubleClick by Google“, um Kundenbedürfnisse im Marketing noch besser adressieren zu können.

Welchen neuen Aufgaben und Herausforderungen müssen sich Unternehmen stellen, und wie können Sie die Unternehmen dabei begleiten?

Grundsätzlich betrifft das Thema Digitalisierung jede Branche und alle Unternehmensbereiche. Studien zeigen, die meisten Unternehmen in Österreich wissen, wie wichtig Digitalisierung ist, sie sind aber mit der Fülle an Themen überfordert. Wir helfen, aus der Fülle an Dingen die richtigen auszuwählen, und begleiten unsere Kunden durch die ganze digitale Wertschöpfungskette.

Wie gehen Sie konkret vor?

Wir starten mit einem „Digital Readiness Check“, um zu sehen: Wo befindet sich das Unternehmen? Aus diesem Ist-Stand leiten wir dann Handlungspotentiale ab. Wo greift Technologie ein, wie kann ich mein Geschäftsmodell ändern oder erweitern? Wir entwickeln eine Digitalstrategie, die alle Unternehmensbereiche umfasst, sodass die Organisation in Zukunft flexibel auf Änderungen reagieren kann und effektiver wird.

Haben Start-ups weniger Probleme mit der Digitalisierung?

Ja, Start-ups sind viel agiler und flexibler, bauen sehr schnell große Reichweiten auf und adressieren Kundenbedürfnisse viel effizienter. Große Unternehmen tun sich weit schwerer, Geschäftsmodelle zu adaptieren, um mithalten zu können.

Welche Fähigkeiten muss ein Bewerber in Ihrer Abteilung mitbringen?

Interesse an neuen Technologien ist in der Digital-Beratung natürlich unerlässlich, aber es geht auch um die Strategie dahinter. Wir suchen Wirtschaftsinformatiker, Informatiker, aber auch Betriebswirte, mit einer Spezialisierung im Projektmanagement. Da wir im permanenten Kundenkontakt stehen, sind natürlich auch die klassischen Berater-Skills wie Präsentations- und Kommunikationsfähigkeit, analytisches Denken und Kreativität gefragt.

Wie wird die Digitalisierung die Arbeitswelt in den kommenden Jahrzehnten verändern?

In den nächsten sieben Jahren werden eine Milliarde ›Digital Natives‹ in den Arbeitsmarkt eintreten, und das birgt natürlich ungeheures Potential. Wir können davon ausgehen, dass diese neue Generation die Digitalisierung schneller vorantreiben wird. Die Arbeitswelt wird flexibler und ortungebundener, zudem wird die Technologieunterstützung in Form von Software- und Analyticsprogrammen verbessert. So müssen wir in Zukunft weniger operativ arbeiten, sondern primär Daten interpretieren und Lösungen finden. Wir dürfen uns also in Zukunft auf den spannenderen Teil der Arbeit konzentrieren.

Autor
Jakob Bergmann
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