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Don't stop moving

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich laufend weiter. Berufe verändern sich, Tätigkeitsprofile stellen neue Anforderungen und vollkommen neue Jobs entstehen, während andere wegfallen. Das hat uns besonders die Pandemie gezeigt. Durch Faktoren wie Digitalisierung, Social-Media-Kanäle und Homeoffice unterliegt die Berufswelt ständigem Wandel und dies fordert zeitgemäße Berufe.

Von Julia Mühl

Von CEO-Kommunikatoren über virtuelle Assistenten bis hin zu Feel Good Managers hat das letzte Jahr so einige Karrieremöglichkeiten hervorgebracht. Manche gänzlich neu für den Arbeitsmarkt, andere haben an Wichtigkeit gewonnen. Aktuell einer der größten aufsteigenden Trends: CEO-Kommunikation.

CEO-Kommunikation

Bisher waren Führungskräfte von großen Unternehmen oft unnahbar und unpersönlich für firmenexterne Beobachter und wurden nach dem Unternehmen bewertet, für welches sie arbeiten. Konsumenten kaufen die Marke und denken positiv über die Führungsposition. Arbeitssuchende bewerben sich, um für eine starke Marke zu arbeiten.

Nun stellt sich die Frage: Funktioniert dieser Prozess auch umgekehrt? Kann ein Geschäftsführer positiv auf die Marke wirken? Die Antwort von international erfolgreichen Unternehmen lautet: CEO-Kommunikation. In den vergangenen Jahren hat sich ein neuer Trend in der Marketingkommunikation entwickelt, der darauf abzielt, die Führungsposition eines Unternehmens der Öffentlichkeit näherzubringen. Der CEO in Hemd und Jeans; ein lockeres, renommiertes Erscheinungsbild wird für die Betrachter aufgebaut.

Zu den Vorreitern zählen hier die Konzerne VW und SAP. Der Automobilproduzent setzt den Schwerpunkt auf LinkedIn und Videos, die über YouTube publiziert werden. Diese Aufgaben sowie die Organisation der Social-Media-Aktivitäten des Geschäftsführers zählen zum Tätigkeitsprofil des neuen CEO‑Kommunikators. Weiters werden regelmäßige TV-Auftritte, Interviews und Talkshows geplant, damit sich die Öffentlichkeit das Gesicht des präsenten Geschäftsführers zusätzlich zur bereits beliebten Marke gut einprägt.

Praktische Spillovers: Medien lieben das persönliche Auftreten von Vorständen und greifen die Inhalte nur zu gerne auf.

Das Thema interessiert dich? Checke doch verschiedene -Profile und beobachte die Darstellung von unterschiedlichen Führungspositionen!

Neben VW beherrscht auch die international vertretene Firma SAP diese neue Art der Markenstrategie. Twitter,  und Instagram werden hierfür gerne genutzt. Auf den Accounts wird alles auf Englisch gepostet und SAP als modernes Unternehmen durch einen weltoffenen CEO präsentiert.

Wie sich CEO-Kommunikation langfristig auf die Unternehmen auswirkt, ist bis jetzt noch schwer abzusehen, da es noch keine Langzeiterfahrungen gibt. Der Beruf wird sich in den nächsten Jahren bestimmt noch stark weiterentwickeln und mehrere Unternehmen in seinen Bann ziehen. Wir können nur gespannt bleiben!

Abgesehen vom Beruf des CEO-Kommunikators, der von internationalen Konzernen stark vorangetrieben wird, gibt es aber auch unzählige andere, neue, weiterentwickelte Berufe, die nur wenigen wirklich bewusst sind.

Virtual Assistant

Durch die vielen Umstellungen des letzten Jahres entstand eine große Nachfrage für den Job eines virtuellen Assistenten. Das Aufgabengebiet eines virtuellen Assistenten ist nicht schwer zu erklären: Es entspricht dem eines normalen Assistenten. Ausgestattet mit Internet, einem Handy und einem Laptop unterstützt ein virtueller Assistent bei allen Aufgaben, die im Büroalltag anfallen, ist aber physisch nicht vor Ort anzutreffen. Oft werden virtuelle Assistenten aber auch nur projekteweise angestellt, um ein Vorhaben zu begleiten.

Feel Good Manager

Ein weiterer, relativ neuer Beruf ist der Feel Good Manager. Da diese Position erst in wenigen Unternehmen angeboten wird, ist das Tätigkeitsprofil sehr breit definiert. Der Fokus liegt hauptsächlich auf dem Wohlbefinden der Mitarbeiter. Umgangssprachlich könnte man sogar Firmenseelsorger sagen.

Engagement-Manager

Der Engagement-Manager ist ein firmenexterner Beruf, der auch als Outsourcing von Dienstleistungen, die nicht zum Kerngeschäft zählen, verstanden werden kann. Eine weitere Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden. Er kümmert sich um Kundenbeziehungen nach dem Verkauf, um individuelle Servicepakete und um vertragsrechtliche Angelegenheiten.

Social-Media-Redakteur

Etwas selbsterklärender: der Social-Media-Redakteur. Durch die enorm gestiegene Nutzung der digitalen Medien im vergangenen Jahr legen viele Unternehmen Wert auf ihren Online-Auftritt. Mithilfe dieser Position sollen Inhalte und Texte erstellt und die Präsenz in den digitalen Medien erhöht werden.

Auf dem Arbeitsmarkt ist aktuell vieles unsicher, aber eines steht fest: Die Anzahl an Berufsmöglichkeiten ist unendlich. Ob es sich um neu definierte Betätigungsfelder oder bewährte Positionen mit neuen, innovativen Verantwortungsbereichen handelt, die Berufswelt bietet unzählige Chancen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

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