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Money on my mind

Geld stinkt zwar nicht, aber es liegt trotzdem schwer in der Tasche – vor allem, wenn man es in Münzen mit sich herumträgt. Obwohl die ÖsterreicherInnen ihr Bargeld bekanntlich mehr lieben als der Rest der Welt, sind auch hierzulande schon ein paar Fortschritte im heimischen Zahlungsverkehr zu erkennen.

Von gestern

Tauschhandel/Bargeld

Die älteste Form des Bezahlens ist der Tauschhandel. Während ursprünglich eine Ziege gegen drei Säcke Mehl getauscht wurde, haben die Römer schnell das Konzept des Tauschvertrags eingeführt. Der Vertrag ermöglichte gegenseitig Sachen mit einem ungefähr gleichen Wert zu tauschen. Das nächste Problem war aber, dass der Käufer einen Verkäufer finden musste, der das anbot, was er selbst brauchte. Deshalb wurde im 5. Jahrtausend vor Christi das, was wir heute Geld nennen, erfunden. Zuerst handelte es sich um Naturalgeld, also Fundstücke wie Perlen oder Muscheln, die man als wertvoll ansah. Anfang des 7. Jahrhunderts vor Christi wurde das dann durch Münzgeld ersetzt. Zu Beginn der Neuzeit kam das Papiergeld von China nach Europa und ist bis heute geblieben.

Von heute

Bargeld/Buchgeld

Seit vielen Jahren geht die Bedeutung des Papiergelds aber zurück, da es immer notwendiger wurde, größere Geldbeträge rasch und sicher von einem Ort zum anderen zu bringen. Das war die Geburtsstunde des Buchgelds. Das immateriell verfügbare Geld auf Konten macht mittlerweile den größten Teil unseres Geldes aus. Dank des Onlinebankings muss man mittlerweile nicht mal mehr das Haus verlassen, um etwas zu bezahlen oder Geld zu überweisen. Schon in wenigen Sekunden können bei Bedarf enorme Summen von einem Konto auf ein anderes übertragen werden. 100 % der Zahlungen von Unternehmen an Private werden mittlerweile bargeldlos durchgeführt; Privatpersonen zahlen noch ca. 50 % in bar an Unternehmen. Das vor allem deshalb, weil noch nicht alle Unternehmen die Möglichkeit der Kartenzahlung anbieten, aber auch weil sich das Zahlungsverhalten von Privaten langsam ändert.

Von morgen

Kontaktlose Bezahlung

Trotzdem geht der Trend ganz klar in Richtung „cashless society“, denn heute wird nur noch im stationären Handel viel mit Bargeld bezahlt. Aber auch hier steigt der Anteil des elektronischen Geldes an. Vor allem kontaktlose Zahlungen (NFC) nehmen immer mehr zu – sowohl mit Karte als auch mit dem Smartphone: Die M-Payments, wie z. B. Apple Pay, erfolgen genauso wie mit den Kontaktloskarten. Dank der „tap and go“-Zahlung wurde das Zahlen erneut schneller und einfacher. Aber nicht nur die Smartphones machen den Karten Konkurrenz. NFC kann mittlerweile fast überall implementiert werden. Das können auch Uhren, Schlüsselanhänger, Ringe, Wearables oder Implantate sein. Vielleicht zahlen wir in Zukunft also alle mit einem Implantat in unserem Daumen.

Autorin
Julia Nemetz
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