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Vorarlberger Start-Up SeniTec schafft automatischen Fahrradblinker

Die Strahlkraft der automatischen Fahrradblinker des Vorarlberger Start-ups SeniTec zieht nicht nur Radler, sondern auch Investoren an.

Elevator Pitch


Wer seid ihr?

SeniTec steht für „Sensor Integrated Technologies“. Wir entwickeln Elektronik und Softwareprodukte im Sensorik-Bereich. Neben eigenen Produkten bieten wir aber auch anderen Unternehmen unsere Dienstleistungen an. Das bekannteste Schlagwort dazu ist wahrscheinlich „IoT“, das Internet of Things.


Was macht ihr?

SeniTurn ist unser erstes Produkt, das wir komplett In-House entwickelt haben. Hierbei handelt es sich um ein universell einsetzbares Blinksystem, das den Straßenverkehr sicherer macht. Durch die intelligente Elektronik aktiviert sich das Produkt automatisch und kann somit in verschiedenen Verkehrssituationen den Anwender bzw. die Anwenderin durch bessere Sichtbarkeit schützen.


Welches Problem löst ihr?

Immer mehr Menschen ziehen für kurze Strecken Alternativen zur motorisierten Fortbewegung vor. Aufgrund der hohen Verkehrsdichte steigt das Risiko für schwächere Verkehrsteilnehmer. Diese Zielgruppe zu schützen, ist Vision und Zweck von SeniTurn. Wir haben für Menschen, die sich im Straßenverkehr bewegen, einen speziellen Fahrtrichtungsan-zeiger und gleichzeitig ein Hightech-Warnsignal entwickelt.
Hierfür wird je eines dieser leichten und robusten Geräte schnell und bequem an beiden Handrücken befestigt. SeniTurn fängt beim Abbiegevorgang automatisch zu blinken an, sobald man ein Handzeichen gibt. Dasselbe gilt, wenn Fußgänger – insbesondere Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter – die Hand hochhalten, um anschließend die Straße zu überqueren. Bei schlechter Sicht, Dunkelheit und auf gefährlichen Straßenabschnitten macht ein dauerndes Blinksignal auf den schwächeren Verkehrsteilnehmer aufmerksam.

Foto: (c) Senitech

 

Crowdinvesting-Erfolg


Wie viel Zeit habt ihr in eure Crowd-investing-Kampagne gesteckt?

Wir haben ungefähr zwei Monate Zeit in die Vorbereitungen gesteckt. Alleine an dem Video haben wir ungefähr eine Woche lang gearbeitet. Auch das Logo wurde vor Kampagnenstart noch einmal völlig neu mit Hilfe eines Logowettbewerbs designt, um einen möglichst professionellen Eindruck zu übermitteln. Unterstützt wurden wir von der Crowdfunding-Plattform Conda mit einem Projektbetreuer, der den Projektstand, die Finanzberechnungen und unseren Businessplan analysiert hat. Nachdem das Projekt genehmigt wurde und gestartet ist, haben wir weiterhin regelmäßig Content geboten, Fragen beantwortet und Werbung geschaltet.


Was habt ihr besser gemacht als andere?

Geholfen hat uns sicherlich der Auftritt von Mitgründer Daniel Leeb bei der ATV Show „2 Minuten 2 Millionen“. Besonders, weil das TV-Format eng mit Conda zusammenarbeitet. Zusätzlich haben wir versucht, so viel Werbung und mediales Interesse zu schalten, wie unsere damaligen finanziellen Verhältnisse es zuließen. Wir haben verstärkt auf regionale Werbung gesetzt, auch viel mit lokalen Medien zusammengearbeitet und wurden von diesen durch Zeitungs- und Radioberichte unterstützt.


Wem würdet ihr von einer Crowdfunding-Kampagne abraten?

Generell kann man sagen, dass sich Start-ups mit immateriellen oder rein technischen Dienstleistungen ohne „angreifbares“ Produkt eher schwertun. Auch muss jedem Gründer klar sein, dass sein Unternehmen vor Projektstart komplett offengelegt wird. Ein professioneller Businessplan ist Voraussetzung für die Anmeldung. Ganz abraten würde ich jedoch niemandem, da das direkte Feedback der Crowd so oder so sehr lehrreich ist.


In welche Bereiche habt ihr das aufgestellte Geld investiert?

Vor allem in das Marketing, die Produktentwicklung, z.B. Protoypen, eine professionelle Website, Unternehmensberatung, Ausrüstung und Patente sowie Schutzrechte.


Was sind eure nächsten Schritte?

Im Sommer 2016 wird SeniTurn endlich auf den Markt kommen. Als nächstes wollen wir weitere Produkte selbst entwickeln und externe Projekte im Elektronik- und Softwarebereich verwirklichen.

Foto: (c) Senitech


Tipps


3 Tipps für deine Crowdfunding-Kampagne von Daniel Leeb/ SeniTec


  1. Nicht vergessen, die eigenen Kosten einzukalkulieren und sich im Klaren sein, dass eine Überbrück-ungszeit bewältigt werden muss, bis das Geld bei erfolgreicher Kampagne überwiesen wird, denn die laufenden Kosten für Miete, Strom etc. laufen ja weiter.

  2. Nicht nur Privatpersonen überzeugen, sondern auch Unternehmen. Wir haben ganz gezielt Unternehmen angesprochen und auf unsere Kampagne aufmerksam gemacht. Zum Beispiel konnten wir eine Marketingagentur von einem Investment überzeugen, die dann zusätzlich zu einem Auftrag noch Prozente abstauben konnte.

  3. Den Investoren so viel Content wie möglich bieten. Oft verliert man als Gründer den Überblick darüber, was schon geschafft wurde oder was interessant für die Investoren sein könnte. Ein Marketingplan vor, während und nach der Kampagne schafft Abhilfe.

Fotos: (c) Senitech

Autor
Jakob Bergmann
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