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How to master a case study

Wir kennen sie alle – die Case Study. Egal, ob in Uni-Kursen, beim Interviewprozess für den heißbegehrten Studienplatz oder im Assessment Center für Praktika oder Berufseinstiege, Case Studies konfrontieren uns mit realistischen Unternehmensproblemen und verlangen nicht selten von uns, unsere letzten grauen Zellen zu aktivieren. Doch was sollte man beachten, um zu überzeugen und so die Topplatzierung bei Wettbewerben zu erreichen oder das Traumpraktikum zu ergattern?

Ziel einer Case Study ist, ein kompliziertes Problem systematisch aufzulösen, zu analysieren und darauf basierend eine Handlungsempfehlung zu treffen. Insbesondere nationale und internationale Case-Study-Wettbewerbe erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie bieten die optimale Chance, kritisches Denkvermögen, Präsentationsfertigkeiten und Falllösungskompetenz unter Beweis zu stellen und sich mit den besten Case Teams zu messen.

 

Diese Evaluierungskriterien solltest du für eine erfolgreiche Case-Study-Teilnahme im Hinterkopf behalten:

Problembeschreibung: Es soll aufgezeigt werden, welche Problemstellung behandelt wird, warum diese relevant ist und welche wissenschaftlichen Referenzen es hierzu gibt.

Innovation: Die vorgestellte Lösung soll innovativ sein, beispielsweise durch eine neue Herangehensweise, die Entwicklung neuer Technologien oder die Anwendung bekannter Technologien in einem neuen Kontext.

Relevanz: Die vorgeschlagene Lösung soll umsetzbar und relevant sein.

Präsentation: Eine effektive Präsentation der Ergebnisse kennzeichnet sich durch eine stringente Argumentationskette, Klarheit in der Sprache und die nachvollziehbare Herleitung plausibler Lösungsvorschläge.

 

Internationale Case-Study-Erfahrung für Bachelor- und Masterstudierende des Supply Chain Management

Im Wintersemester 2020/21 nahmen drei Gruppen der SBWL „Supply Chain Networks and Services“ sowie vier Gruppen aus dem Masterprogramm Supply Chain Management am internationalen Case-Study-Wettbewerb HUMLOG Challenge teil. Die internationale Jury bestand aus Fachleuten der Wissenschaft und der Industrie. Das WU-Team bestehend aus Tobias Damberger, Rucha Deshpande, Markus Simon Domevscek, Vanessa Klackl und Michael Pesendorfer des Masterprogramms Supply Chain Management gewann den herausragenden zweiten Platz mit dem Thema „Sars-Cov2 Testing Solution in Vienna“.

Vanessa Klackl und ihr Team zu ihren Erfahrungen während der HUMLOG Challenge:

"Es war eine aufregende Erfahrung, an einem internationalen und virtuellen Wettbewerb teilzunehmen. Wir haben in dieser Zeit viel Neues gelernt. Teamwork ist vermutlich der wichtigste Punkt, gute Kommunikation und klare Aufgabenverteilung sind essenziell, aber auch, dass man sich bei Problemen gegenseitig unterstützt, denn jeder sollte sich für das Endergebnis gleichermaßen verantwortlich fühlen."

 

Tipps aus der Praxis

von Christine Donati, HR-Expertin und Managerin bei Deloitte Österreich

Welche Case-Study-Formate sind am typischsten bei Deloittes Bewerbungsprozessen?

Bei Deloitte geben wir häufig Business Cases vor, bei denen die KandidatInnen in die Beratungsrolle schlüpfen, eine Problemstellung analysieren und daraus Lösungen oder Strategien ableiten, die sie anschließend präsentieren.

Gerade im Software-Engineering- und Digitalisierungsbereich warten oft auch Coding Challenges, Testing-Aufgaben sowie das Kennenlernen von Softwarelösungen in Kombination mit Case-Fragen auf die BewerberInnen.

Haben Sie Tipps für BewerberInnen, wie man sich für eine Case Study am besten vorbereitet bzw. sie löst?

Vorab sollte man sich auf jeden Fall gut über das Unternehmen, die Branche und den Markt informieren. Es kann außerdem hilfreich sein, ein paar Case Studies zur Vorbereitung durchzugehen und seine Lösungen dabei auszuformulieren.

Am Tag der Case Study gilt es, Ruhe zu bewahren und offen für die Aufgabenstellung zu sein. Beim Lösen der Aufgabe ist eine strukturierte Vorgangsweise von Vorteil: So ist es zum Beispiel hilfreich, den Case in Teilprobleme zu gliedern, Stichpunkte zu notieren und Lösungsschritte zu formulieren. Bei der Präsentation ist es wichtig, sich gut auf seine Rolle einzustellen, professionell und authentisch zu bleiben sowie die Entscheidungsfindung klar zu begründen.

Es ist völlig okay, auch einmal danebenzuliegen: Die eigenen Fehler anzuerkennen ist eine wichtige Eigenschaft. Ein interessiertes Nachfragen nach Feedback signalisiert hier Lernbereitschaft und Interesse am Thema.

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