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Wie wird man CFO der Porsche Holding?

Porsche Holding CFO und WU-Absolvent Rainer Schroll über die Herausforderungen seines Jobs sowie hilfreiche Ratschläge für WU-Studierende.

RAINER SCHROLL (54) ist CFO bei der Porsche Holding. Er schloss 1988 sein Studium der Betriebswirtschaft an der WU Wien ab und startete 1989 seine Karriere in der Porsche Holding. Nach Erfahrungen in der Assistenz der Geschäftsführung und im Konzerncontrolling, war er von 1995 bis 2012 in verschiedenen Geschäftsführungsfunktionen in den Geschäftsbereichen IT, Finanzdienstleistung und Großhandel für die Porsche Holding tätig. Seit 2013 ist er Mitglied der Geschäftsführung der Porsche Holding mit Verantwortung für den Einzelhandel in Spanien, Frankreich und Deutschland. Seit 2017 ist er zusätzlich als CFO tätig.

Was ist das Spannendste an Ihrem Job?

Die Porsche Holding beschäftigt rd. 30.000 Mitarbeiter in 28 Ländern. Da ist Abwechslung vorprogrammiert. Als CFO ist man in alle wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen eingebunden, da die Finanz eine Querschnittsfunktion ist. Es gibt Anknüpfungspunkte im Vertrieb, in der Organisation, in der IT, im Personalwesen und natürlich im Finanzbereich selbst.

Was sind die größten Herausforderungen?

Das ist wohl der Wandel bzw. die Transformation, die sich in der Automobilindustrie und damit auch
im Automobilvertrieb vollzieht. Die Elektromobilität und die Digitalisierung betreffen alle Bereiche unseres Geschäftes. Wir müssen es schaffen, in den nächsten Jahren sowohl die alte Welt mit ihren analogen Prozessen und Fahrzeugen mit herkömmlichen Antriebssystemen als auch die neue Welt mit den Elektro- und Hybridmodellen und dem fortschreitenden digitalen Wandel zu stemmen.

Was haben Sie an der WU gelernt, was Sie im Job weitergebracht hat?

Die WU war für mich eine wunderbare Basis, die mir geholfen hat, die in der Praxis doch sehr komplexen Themen leichter zu verstehen und die richtigen unternehmerischen Entscheidungen zu treffen. Die Kombination aus theoretischen Grundlagen
und praktischer Anwendung macht es einfacher, die Komplexität unserer Realität zu greifen.

Traumberuf CFO? Was würden Sie WU-Studierenden mit diesem Ziel raten?

Mit guten Leistungen bleibt man nicht im Verborgenen. Flexibilität und Offenheit für Neues sind ebenso wichtig wie Toleranz und Konsequenz. Daneben würde ich aus heutiger Sicht mehr Zeit für Auslandsaufenthalte sowie mehr Zeit für Fremdsprachen investieren.

 

Dieser Beitrag erschien erstmalig im STEIL 04/19.

Autorin
STEIL Magazin
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