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Chef, ich bin dann mal weg!

Alles, was du über die Bildungskarenz wissen musst. 

Du stehst schon im Arbeitsleben und willst doch noch einen Master machen, Chinesisch lernen oder dir einfach eine längere Auszeigt nehmen? Mit einer guten Begründung und einem wohlgesonnenen Arbeitgeber, kannst du in Bildungskarenz gehen.  

Was du berücksichtigen werden musst, bevor du sie antrittst, und wie du diese Zeit sinnvoll nützen kannst, erfährst du hier.

VORAUSSETZUNGEN FÜR BILDUNGSKARENZ

First things first: du hast keinen Rechtsanspruch auf Bildungskarenz! Die Bewilligung von Bildungskarenz hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab. Erstens muss ein aufrechtes Arbeitsverhältnis bestehen, zweitens muss dein Arbeitgeber sein Einverständnis geben und dich für die Dauer der Bildungskarenz freistellen.

ENTLOHNUNG IN DER BILDUNGSKARENZ

Tatsächlich ist es möglich, beim Arbeitsmarktservice (AMS) Weiterbildungsgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes zu beantragen, das frühestens ab Tag der Antragsstellung im Zeitraum der Karenz ausbezahlt wird. Wenn du in deiner Bildungskarenz zu deinem Weiterbildungsgeld nebenberuflich etwas dazuverdienen willst, darfst du das, solange der Verdienst die Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 438,05 Euro (Stand 2018) nicht überschreitet.

DAUER DER BILDUNGSKARENZ

Die Mindestdauer beträgt 2 Monate, die Maximaldauer hängt einerseits vom Arbeitgeber ab, andererseits ist zu bedenken, dass maximal 12 Monate innerhalb von 4 Jahren vom AMS gefördert werden.

Das heißt, alle fünf Jahre kannst du ein Jahr in Bildungskarenz gehen oder dir jedes Jahr eine zweimonatige Bildungsauszeit nehmen. 

 

WORIN DARF ICH MICH BILDEN?

Die gute Nachricht zuerst: prinzipiell darfst du dich in allem aus- und weiterbilden, sofern – jetzt kommt die weniger gute Nachricht – es dich beruflich weiterbringt: angefangen bei verpassten Schul- oder Studienabschlüssen bis hin zu Fremdsprachschulungen oder relevanten Weiterbildungskursen auf dem Gebiet, auf dem du beruflich tätig bist.

MUSS ICH DEN WEITERBILDUNGSERFOLG NACHWEISEN?

Ja, daran kommst du nicht vorbei!

Wer eine Weiterbildung im Ausmaß von mindestens 20 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt (in der Regel ist das bei einem Studium der Fall), musst du das selbstverständlich gegenüber dem Arbeitgeber und dem AMS schriftlich entweder mit Zeugnissen oder Kursbesuchsbestätigungen nachweisen können.

 

 

Auch für den weiteren Bezug deines Weiterbildungsgeldes bedarf es Studienbestätigungen und Prüfungserfolge nachzuweisen.

WAS KANN ICH MACHEN?

Welchen Weiterbildungsweg du einschlagen willst, hängt natürlich immer davon ab, aus welcher Branche du kommst, was du davor gelernt hast und was zu deinem Berufsportfolio passt. Vertiefungen in Sprachen lassen sich meistens gut vor deinem Arbeitgeber argumentieren und, ganz nebenbei, perfekt mit Aufenthalten im Ausland kombinieren.

Sprachen lernen

EF Sprachreisen hat ein breites Angebot für Berufstätige, die im Ausland ihre Karriere durch personalisierte Sprachkurse fördern und spezialisieren wollen. Du kannst von 1 bis 52 Wochen im Ausland verbringen, dabei kannst du dich zwischen rund 25 Städten weltweit und 7 verschiedenen Sprachen entscheiden.

Ein weiteres Angebot, das EF allen Spracheninteressierten anbietet, ist ein Kombinations-Programm. Du lernst 1 Sprache, aber dafür diese an wahlweise zwei oder drei verschiedenen Orten des Landes, in dem du dich aufhältst. Du wolltest immer schon nach Frankreich, konntest dich aber nicht entscheiden, wohin? Dann kannst du nach Nizza und Paris und in 9 Monaten perfektes Französisch lernen. Wenn es dich noch weiter weg zieht, dann könnte das „1 Sprache, 3 Kursorte“-Angebot etwas für dich sein – hier geht es auf Weltreise, denn du verbringst jeweils 3 Monate in Kapstadt, Brisbane und Singapur.

Ausbildung im Sozial- und Gesundheitsbereich

Die österreichische Vitalakademie bietet Ausbildungsprogramme für all jene an, die es nicht unbedingt ins Ausland zieht und vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich arbeiten und sich weiterbilden wollen. Hier kannst du im MBA-Studium in Gesundheitsmanagement studieren oder Diplomausbildungen in Bereichen wie Fitness, Ernährung, Pädagogik und Mentales machen.

Volkshochschulkurse

Auch die Volkshochschule bietet selbstverständlich Vertiefungs- und Weiterführungskurse an. Noch naheliegender ist, vorausgesetzt man hat bereits ein Studium absolviert, die Weiterbildung an der Universität. Wenn dir für die Universität die Reifeprüfung fehlt, kannst du dies ebenfalls in deiner Bildungskarenz nachholen und darauf aufbauend sogar ein Studium beginnen.

Natürlich sind die Möglichkeiten, die sich dir im Zeitraum deiner Bildungskarenz bieten, noch weitaus vielfältiger, aber auch zeitlich begrenzt. Deswegen ist es wichtig, dass du dich dahingehend gut informierst und dir intensiv überlegst, was du machen möchtest. Ganz nebenbei kann diese Zeit vor allem für dich eine tolle Chance sein, dich neu zu entdecken und deinen Horizont zu erweitern.

 

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